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Die Emil-Fischer-Schule hat gewählt! – Juniorwahl 2026
Wahlbenachrichtigungen verteilen, Wähler*innenverzeichnisse führen, Stimmzettel ausgeben, Wahlkabinen aufbauen, Stimmen auszählen: Was sonst Aufgabe von Wahlämtern und Wahlhelfenden ist, wurde bei uns für einige Tage zum Schulalltag: In der Kalenderwoche 37 fand an der Emil-Fischer-Schule die Juniorwahl zur Berliner Abgeordnetenhauswahl statt.
Nach der inhaltlichen Vorbereitung im Unterricht öffnete in der KW 37 von Dienstag bis Freitag unsere kurzerhand zum Wahllokal umfunktionierte Seminarküche ihre Tür. Und weil ein Oberstufenzentrum bekanntlich nicht ganz klein ist, haben wir auch nicht gekleckert: Für unsere drei Abteilungen wurde jeweils ein eigener Wahlkreis eingerichtet.
Trotz unterschiedlicher Berufsschultage konnten wir an den vier Wahltagen viele Klassen erreichen: 1.161 Schüler*innen konnten an der Juniorwahl teilnehmen, 833 von ihnen gaben ihre Stimme ab. Das entspricht einer starken Wahlbeteiligung von 71,75 Prozent.
Wählen – auch ohne Berliner Wahlberechtigung
Anders als bei der echten Abgeordnetenhauswahl konnten bei der Juniorwahl auch Schüler*innen teilnehmen, die in Brandenburg wohnen oder keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Denn hier stand nicht die formale Wahlberechtigung im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, demokratische Prozesse selbst zu erleben und zu erproben.
Drei Abteilungen, drei Wahlkreise
Auch bei der Wahlbeteiligung zeigten sich Unterschiede: In Abteilung 1 lag sie bei 66,67 Prozent, in Abteilung 3 bei 69,85 Prozent. Den Beteiligungsrekord stellte Abteilung 2 mit 82,96 Prozent auf.
Beim schulweiten Gesamtergebnis entfielen bei der Zweitstimme 34,7 Prozent auf Die Linke, gefolgt von SPD (15,9 Prozent), CDU (12,9 Prozent), AfD (10,3 Prozent), Grünen (6,1 Prozent) und BSW (6,1 Prozent). Weitere Parteien kamen zusammen auf 14 Prozent.
Auch zwischen den drei Abteilungen zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede. Gesprächsstoff (nicht nur) für den Politik- und WiSo-Unterricht ist also reichlich vorhanden. Die detaillierten Ergebnisse sind in den beigefügten Grafiken zu sehen.
Demokratie funktioniert nicht ohne Wahlhelfende
Bei der Juniorwahl geht es um mehr als Prozentwerte und bunte Tortendiagramme: Die Schüler*innen konnten selbst erleben, wie eine Wahl funktioniert – von der Stimmabgabe bis zur Auszählung.
Dass unser Wahllokal vier Tage lang öffnen konnte, war nur möglich, weil viele mit angepackt haben. Deshalb gilt ein großes Dankeschön an alle Wahlhelfenden und unterstützenden Kolleg*innen.
Ein besonderer Dank geht an die Klassen, die unsere Wahlkommissionen gestellt haben (DBR51, DBR41, GGE42, CTA51, LTA51, GPW41 und die Techniker*innen 51), sowie an den GPW41-Kurs des 13. Jahrgangs, der anschließend die Auszählung übernommen hat. Dabei zeigte sich: Demokratie lebt nicht nur von großen Debatten und überzeugenden Argumenten. Manchmal braucht sie auch ziemlich viel Papier, Konzentration und sehr genaues Zählen.
Die Juniorwahl hat gezeigt: Demokratie beginnt mit Interesse und lebt vom Mitmachen.
Text: N. Pfarr
Bildnachweise: N. Pfarr









