Emil-Fischer-Schule

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Fachbereich Chemie

Wenn Chemie messbar wird – Lehrkräfte entdecken moderne Analytik

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Wie können Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Phänomene mit modernen Messmethoden untersuchen? Welche digitalen Werkzeuge und instrumentalanalytischen Verfahren bereichern den Chemieunterricht von heute? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Chemielehrerinnen und Chemielehrer der Emil-Fischer-Schule im Rahmen des Workshops „Instrumentalanalytische Experimente“, durchgeführt von Dr. Jean Noel.

Ziel der Fortbildung war es, aktuelle Methoden der instrumentellen Analytik kennenzulernen, selbst auszuprobieren und deren Einsatzmöglichkeiten für einen kompetenzorientierten Unterricht zu erproben. Denn moderner Chemieunterricht bedeutet längst mehr als das Beobachten von Farbänderungen oder das Arbeiten nach festen Versuchsanleitungen. Schülerinnen und Schüler sollen Messdaten erfassen, auswerten, interpretieren und kritisch beurteilen – Fähigkeiten, die auch in Laborberufen und naturwissenschaftlichen Studiengängen von zentraler Bedeutung sind.

Dank der Unterstützung des Vereins der Chemischen Industrie konnten für die Emil-Fischer-Schule neue Sensoren und digitale Messsysteme angeschafft werden. Diese ermöglichen die präzise Erfassung verschiedenster Messgrößen und eröffnen zahlreiche neue Möglichkeiten für schülerorientierte Experimente. Die Teilnehmenden des Workshops hatten Gelegenheit, die Geräte ausgiebig zu testen, eigene Messreihen durchzuführen und Unterrichtsszenarien zu entwickeln. Besonders wertvoll war dabei die Möglichkeit, die Systeme aus der Perspektive der Lernenden zu betrachten und direkt Rückmeldungen zu Bedienbarkeit, Einsatzmöglichkeiten und Verbesserungswünschen zu geben.

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Ein weiteres Highlight war die großzügige Schenkung eines ATR-IR-Spektrometers durch das Institut Kirchhoff. Mit dieser modernen Analysetechnik können Stoffe anhand ihrer charakteristischen Infrarotspektren identifiziert werden. Die Teilnehmenden erprobten diese Methode am Beispiel der Fremdkörperanalytik in der Lebensmittelindustrie zur Identifizierung von unbekannten Kunststoffpartikeln in Lebensmitteln.

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Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie faszinierend moderne Messtechnik sein kann. Messwerte werden in Echtzeit sichtbar, Daten können unmittelbar ausgewertet werden und komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge werden durch digitale Werkzeuge anschaulich erfahrbar. Die Begeisterung der Teilnehmenden war deutlich spürbar: Es wurde ausprobiert, diskutiert, gemessen und gemeinsam überlegt, wie sich die neuen Möglichkeiten gewinnbringend in den Unterricht integrieren lassen.

Gleichzeitig wurde erneut deutlich, dass innovative Unterrichtsmethoden eine kontinuierliche Weiterbildung der Lehrkräfte voraussetzen. Wer Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen moderner Labor- und Forschungstätigkeiten vorbereiten möchte, muss selbst mit aktuellen Technologien vertraut sein. Fortbildungen wie dieser Workshop leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung des Unterrichts und ermöglichen es, neue wissenschaftliche Methoden zeitnah in die Ausbildung zu integrieren.

Der Workshop hat eindrucksvoll gezeigt: Moderne Analytik macht nicht nur die Arbeit im Labor präziser – sie macht naturwissenschaftliches Lernen auch spannender, anschaulicher und näher an der beruflichen Realität.

Text: Dr. J. Noel

 

Bildnachweise: Dr. J. Noel

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